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Selbst zubereitetes Futter |
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Der größte Vorteil von selbst zubereitetem Futter ist die Tatsache, dass man weiß, was sein Hund zu fressen bekommt - der größte Nachteil, dass man es eben selbst zubereiten muss. Und dazu sind ein gutes Grundwissen in Hundeernährung oder entsprechend gut ausgearbeitete Futterpläne notwendig. Genauso wie man mit Fehlern bei der Fütterung von Fertigfutter seinem Hund schaden kann, ist eine unausgewogene Fütterung von selbst zubereitetem Futter für den Hund schädlich. Allerdings ist die Fütterung des Tollers mit selbst zubereiteter Nahrung nicht so schwierig, wie es uns die Futtermittelindustrie glauben machen will. Hundemahlzeiten können auf zwei grundsätzlich unterschiedliche Arten zubereitet werden, nämlich gekocht oder roh. Gekochtes Hundefutter hat allerdings bis auf das Wissen um die Zusammensetzung,
die bei guten Fertigfuttern auch einigermaßen an die natürlichen
Bedürfnisse des Hundes angepasst sind, nur geringe Vorteile. Durch
das Kochen werden viele Vitamine, Enzyme und Vitalstoffe zerstört,
Eiweiße werden schwerer verdaulich und Mineralstoffe werden ausgeschwemmt.
Selbst wenn das Kochwasser mitverfüttert wird, sind durch das Erhitzen
viele Inhaltstoffe in Formen übergegangen, die für den Hund
nur sehr schwer verwertbar sind. Ein weiterer Nachteil ist der Zeitbedarf.
Selbst gekochtes für Toller (nach E.H.W.Adlington) Das Futter sollte mindestens zur Hälfte, besser noch zu 2/3 aus Fleisch verschiedener Herkunft (Rind, Schwein, Geflügel, Pferd, Ziege,..) bestehen. Darin sollten 6% Leber enthalten sein, die wichtige Mineralstoffe und Vitamine enthält. Das Fleischgemisch sollte nicht nur aus Muskelfleisch, sondern auch aus Innereien (Herz, Niere, Magen..) bestehen. Hin und wieder kann man auch ganze Hühner (mit Innereien) kochen, von denen ein Teil der Knochen im Mixer zerkleinert und mit verfüttert werden. Für das Kochen der Nahrungsbestandteile empfiehlt sich ein Dampfdruckkochtopf, in dem der Verlust an wertvollen Vitaminen am geringsten ist. Fleisch sollte nur kurz abgekocht werden, um Krankheitserreger abzutöten. Das Kochwasser wird auf jeden Fall auch verfüttert. Die gesamte Menge sollte auf jeden Fall auf zwei Mahlzeiten verteilt gefüttert werden. Manche Hunde reagieren mit Verdauungstörungen, wenn das Getreide zusammen mit dem Fleisch gefüttert wird. Da ist es dann sinnvoll, diese Bestandteile zu verschiedenen Mahlzeiten zu geben. Für einen 20 kg schweren Toller, sieht der Ernährungsplan folgendermaßen aus (pro Tag): 350 g Fleisch (gekocht) oder 3-4 gekochte Eier mit Schale oder 350 g
Magerquark
Literatur:
Die Rohfütterung Diese Form der Fütterung kommt wohl am ehesten der natürlichen
Ernährung von Hundeartigen nahe. Auch hier gibt es zahlreiche Konzepte,
die zum großen Teil sehr gut durchdacht sind und sich trotzdem in
der Zusammensetzung unterscheiden, ähnlich wie das bei den verschiedenen
Fertigfuttersorten der Fall ist. Das bei uns bekannteste Konzept der Rohfütterung wurde in den frühen 80er Jahren von dem australischen Tierarzt Dr. Ian Billinghurst entwickelt und ist heute unter dem Namen 'BARF' bekannt. Dieser Begriff ist eine Abkürzung für 'biologisch artgerechtes Rohfutter' (= biologically appropriate raw food) oder auch einfach für 'Bones And Raw Food'.
Frischfütterung für Toller Das Folgende soll nur eine kurzer Überblick über das BARF-Konzept
sein, um aufzuzeigen, dass es durchaus gute Alternativen zur Fütterung
mit Fertigfutter gibt. Bei einem erwachsenen Toller sollte die Nahrung folgendermaßen zusammengesetzt sein:
Wie errechne ich die Futtermenge für meinen Toller? Nach einer groben Schätzung benötigt ein ausgewachsener Hund 2-4% seines Körpergewichtes an Futter.
Diese Anteile der einzelnen Bestandteile sind also in gewissen Maß
variabel und können so an die Bedürfnisse des Hundes angepasst
werden. So sollten Welche tierischen Produkte kann ich füttern? Grundsätzlich sind bei der Rohfütterung außer Schweinefleisch alle Fleisch-, Geflügel- und Fischsorten geeignet, die der Hund frisst und verträgt. In der Schweiz kann auch rohes Schweinefleisch gefüttert werden, da es dort das Aujeszky-Virus nicht gibt, das bei Hunden eine tödliche Krankheit auslöst. In Innereien (vor allem in Leber) sind wichtige Vitamine enthalten, so dass 1-2 x pro Woche verschiedene Innereien gefüttert werden sollten, wie z.B. Rinder- oder Hühnerleber, Herz, Milz, Hühner oder Putenmägen, grüner Pansen oder Blättermagen u.ä.. Leber sollte wegen der Schadstoffbelastung aber nur 1 x pro Woche im Futter enthalten sein. 1-2 frische Eier (pro Woche) von guter Herkunft können roh und mit Schale (ungewachst und zerrieben oder püriert) gefüttert werden. Das Eiklar enthält zwar das Enzym Avidin, das das Vitamin Biotin zerstört, das wird jedoch durch den hohen Biotingehalt des Eigelbs mehr als ausgeglichen. Sauermilchprodukte (Joghurt, Hüttenkäse, Buttermilch,
Kefir, ab und zu Quark) können gefüttert werden, sind aber nicht
für die gesunde Ernährung nicht nötig. Allerdings sind
sie bei vielen Hunden eine Möglichkeit, ihnen den Verzehr des pflanzlichen
Anteils des Futters nahe zu bringen. Bei den fleischigen Knochen sind alle Knochen geeignet, die relativ weich sind und vom Hund zerbissen und gefressen werden können, wie alle Knochen von jungen Hühnern, da besonders Hühnerhälse und Hühnerklein, Putenhälse sowie Rinder- und Kalbsbrustknochen, Hasenköpfe, Lammknochen von jungen Tieren usw.. Wer sich Sorgen macht, dass sein Toller durch das Fressen von Knochen gefährdet wird, kann die Knochen auch durch den Fleischwolf drehen. Sie sind dann ungefährlich, haben aber immer noch den selben Nährwert. Wichtig: Gekochte Knochen dürfen nicht verfüttert werden, da sie durch das Kochen spröde werden und somit leichter splittern. Außerdem können sie gekocht zu Verstopfung führen.
Wie füttere ich die pflanzlichen Nahrungsbestandteile? Wie die tierischen Produkte wird auch das Grünzeug roh verfüttert. Da jedoch der Hund auf die Verwertung von Fleisch spezialisiert ist und pflanzliche Nahrung hauptsächlich über den Verdauungstrakt seiner Beutetiere aufnimmt, können ganze Pflanzenteile nur zu einem sehr geringen Teil aufgeschlossen und verdaut werden. Deshalb ist es nötig, dass die pflanzliche Nahrung vor dem Füttern fein püriert wird. Das geht schnell und einfach mit den üblichen Küchengeräten (Mixaufsatz). Durch das Pürieren wird ein Großteil der Pflanzenzellen mechanisch zerstört und die Zellinhalte freigesetzt. Bei der Fütterung zu bevorzugen sind die grünen, krautigen Pflanzeteile (z.B. Salate, Kräuter, Gräser) und solche mit einem geringen Zuckergehalt (z.B Gurken, Zucchini, Kürbis, Karotten, Rüben, Paprika, Tomate..). Früchte können grundsätzlich auch verfüttert werden, jedoch eher in kleineren Mengen, da manche Hunde auf den höheren Zuckergehalt mit Blähungen reagieren. Sehr vitaminreich und gesund sind auch Wildkräuter wie Löwenzahn, Gänseblümchen und Brennnessel. Bei Hunden mit Gelenkbeschwerden sollten Nachtschattengewächse wie Tomate, Aubergine, Paprika usw. nur in geringen Mengen gefüttert werden. Nicht geeignet: Küchenzwiebel und Avocado
Zusätze Dazu kommen noch täglich folgende Zusätze, die eine wichtige Rolle in der Ernährung eines Hundes spielen: 1-2 TL kaltgepresstes Öl (z.B. Oliven-, Lein-, Distel-, oder Becelöl) Bei abwechslungsreicher Kost nicht unbedingt nötig, aber häufig empfohlen: 100-500 mg Vitamin C tägl.
Links: Was bedeuten die Angaben auf Futteretiketten Futterfibel (Ernährungstipps für Hunde und Katzen) BARF oder nicht barf? (Artikel Hundezeitung) Die Ernährung des Hundes (Swanie Simon) BARF mit Futterplänen für erwachsene Hunde (20 kg) und Welpen von Krebsbachtal-Collies auf Englisch: Mailinglisten: deutschsprachige Liste (GesundeHunde-Liste) zum Thema Naturheilpraktik, Homöopathie, Impfproblematik, natürlicher Ernährung (BARF) und Gesundheit des Hundes englischsprachige Liste (Rawtollers) zum Thema Rohfütterung des Tollers (nicht auf BARF beschränkt)
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