Ernährung des Tollers

 

Einleitung

Bei der Ernährung des Tollers sollte man sich immer vor Augen halten, dass es sich bei jedem Hund um eine Varietät des Wolfes handelt. In seiner mindestens 14 000 Jahren alten Geschichte hat der Hund sich zwar äußerlich teilweise weit von seinen wilden Vorfahren entfernt, aber erst in den letzten Jahrtausenden, in denen die Menschheit gelernt hat, mit Hilfe von Ackerbau und Viehzucht zu leben, kam es zu deutlichen Veränderungen in seinen Lebensumständen. Und auch heute noch lebt ein großer Teil der Hunde so, wie sie es wohl schon in der Anfangszeit der Mensch-Hund-Beziehung getan haben - nämlich als Vertilger von hauptsächlich tierischen Abfällen, von Ungeziefer und als sporadischer Jagdgehilfe des Menschen.

Der Hund ist in erster Linie ein Carnivore, d.h. ein Fleischfresser, wie sein wilder Vorfahre, der Wolf, der hin und wieder aber auch von Aas lebt und genauso wenig Beeren, überreife Früchte, Kräuter, Wurzeln und Gräser verschmäht. Die Beute können Käfer, Reptilien, Vögel oder Säugetiere von der Größe einer Maus, aber auch bis hin zu Bisons sein. Kleinere Beutetiere werden vollständig gefressen, von größeren Beutetieren bleiben nur die großen, sehr starken Knochen sowie Hörner und Hufe übrig (und nach neueren Erkenntnissen häufig der Mageninhalt).
Mit dieser Nahrung nimmt ein Canide (d.h. Hundeartige wie Wölfe, Schakale, Kojoten usw.) alles zu sich, was sein Körper braucht. Auf diese Art der Ernährung ist sein Stoffwechsel eingestellt und Welpen und Jungtiere entwickeln sich damit optimal.
An diesen von der Natur vorgegebenen Bedürfnissen sollten wir uns auch bei der Ernährung unserer Haushunde orientieren. Natürlich ist es für uns normalerweise nicht möglich, mit unserem Hund auf die Jagd zu gehen und ihn dann die Beute fressen zu lassen, auch wenn das seiner Natur wohl am nächsten käme, aber wir können seine Bedürfnisse im Auge behalten, wenn es um die Entscheidung geht, was wir unserem Hund zu fressen geben.

Die Möglichkeiten, was wir unserem Hund füttern, sind inzwischen so vielfältig, dass es kaum noch möglich ist, einen Überblick zu erhalten. Grundsätzlich kann man die Unterscheidung treffen zwischen industriell hergestelltem Fertigfutter (Trocken- oder Nassfutter) und selbst nach verschiedenen Konzepten zusammengestellten Mahlzeiten für den Hund.

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Fertigfutter                                   

Selbst zubereitetes Futter