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Parasiten: Der Hundefloh (Ctenocephalides canis ) |
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Wie erkennt man Flohbefall? Da nur 10% einer Flohpopulation auf dem Wirtstier, 90% dagegen in dessen Umgebung leben, ist es oft gar nicht so einfach einen Flohbefall festzustellen. Kratzt sich jedoch Ihr Toller häufig, zuckt mit dem Fell und ist unruhig, sollten sie vor allem hinter den Ohren, auf dem Kopf und in den Achseln nach Flohkot suchen. Der sieht aus wie kleine dunkle Sandkörnchen. Bringt man ihn aber auf ein feuchtes Taschentuch, löst sich nicht verdautes Blut und verfärbt das Taschentuch rund um den Flohkot bräunlich-rot.
Um an ihre Blutmahlzeit zu gelangen, müssen Flöhe die Haut
ihres Wirtes verletzen. Sie benutzen dazu ihren Stechapparat und sondern
in die Bohrkanäle Speichelsekrete ab, welche die Blutgerinnung verhindern
und die Nahrungsaufnahme ermöglichen. Flohstiche sind wesentlich
unangenehmer als Läusestiche und zeigen sich beim Menschen als typische,
stark gerötete Pusteln, die einen heftigen Juckreiz verursachen.
Typisch für Flohstiche ist die linienförmige Anordnung. Meist
finden sich mehrere Einstiche in einer Reihe hintereinander. Der Entwicklungszyklus des Flohs Bei Zimmertemperatur dauert der Entwicklungszyklus etwa 3-5 Wochen (unter ungünstigen Bedingungen bis zu 30 Wochen). Alle Entwicklungsstadien wachsen am besten bei ca. 25°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 80%. Kälte und Trockenheit dagegen sind keine guten Bedingungen für Flöhe. Die Paarung der Flöhe findet auf dem Hund statt. Nachdem das Flohweibchen das erste Mal Blut gesaugt hat, legt es 24-48 Stunden später ca. 25 Eier direkt ins Fell ihres Wirtes. Von diesen fallen viele nach kurzer Zeit zu Boden. Insgesamt legt ein Flohweibchen in seinem Leben bis zu 2000 Eier. Nach 1 - 10 Tagen schlüpft daraus das 1. Larvenstadium, das sich von organischen Abfällen und Flohkot ernährt. Da die Larven lichtscheu sind, verkriechen sie sich in Ritzen, Spalten, Textilien und Teppichfasern. Innerhalb von 1-4 Wochen häuten sich die Larven zweimal je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit, dabei werden insgesamt 3 Larvenstadien durchlaufen. Die Drittlarve verpuppt sich schließlich in einem selbstgesponnenen 3-5 mm großen klebrigen Kokon, in dem sie gut vor äußeren Einflüssen geschützt sind. Dadurch dass Staub und Schmutz an der Oberfläche haften, ist der Kokon gut getarnt und zusätzlich geschützt. Nach 10-140 Tagen wird das Erwachsenenstadium erreicht und der fortpflanzungsfähige
Floh schlüpft aus seinem Kokon. Damit das erst dannstattfindet, wenn
ein Wirt in der Nähe ist, erfolgt die erst bei bestimmten Reizen
wie Erschütterung des Bodens, Wärme, Kohlendioxid. Ein Floh kann bis zu 110 Tagen am Wirt leben, in der Regel aber nicht länger als 3 Wochen. Welche Krankheiten kann ein Floh übertragen? Eier des Bandwurmes Dipylidium caninum werden von Flohlarven aufgenommen
und entwickeln sich in diesen weiter. Wird nun ein solcher infizierter
Floh von einem Hund zerbissen oder geschluckt, entwickelt sich daraus
im Darm ein Bandwurm. Eine regelmässige Entwurmung ist daher sicher
sinnvoll. Es ist anzumerken, dass dieser Bandwurm mit den herkömmlichen
Wurmmitteln erfasst wird. Wer seinen Hund regelmässig entwurmt, braucht
sich diesbezüglich also keine Sorgen zu machen. Bekämpfung des Flohbefalls Die meisten Präparate gegen Zecken sind auch gegen Flöhe wirksam. Bei ausgeprägtem Flohbefall ist jedoch auch eine Behandlung der Umgebung des Hundes notwendig, um möglichst alle Entwicklungsstadien zu erfassen.
Links zu Flöhen: Der Floh und seine Entwicklung (Fa. Pfitzer)
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